In Arnsberg sehen wir immer wieder Baugruben, bei denen die Ankerbemessung an der heterogenen Geologie des Ruhrtals scheitert. Die steilen Hanglagen unterhalb des Schlossbergs erfordern ein genaues Verständnis, ob aktive Litzenanker oder passive Verpresspfähle die wirtschaftlichere Lösung bieten. Unser Labor führt die Nachweise nach DIN EN 1997-1:2014-03 und DIN 1054 für jede Ankerlage im Stadtgebiet. Vor der Bemessung klären wir mit einer SPT-Bohrung die Lagerungsdichte der quartären Sande oder setzen bei steifen Tonen den CPT-Versuch ein, um die undränierte Scherfestigkeit für den Ankerausziehwiderstand zu bestimmen. Die Geometrie der Ruhrterrassen mit ihren wechselnden Kiesbänken verlangt eine präzise Vorbemessung, sonst versagt die Verpressung im Lockergestein.
Im Ruhrtal entscheidet die richtige Ankerbemessung über Standsicherheit bei Hochwasser – ein zu kurz gewählter Anker im Auelehm versagt progressiv.
