Arnsberg liegt mit seinen etwa 74.000 Einwohnern nicht einfach nur im Tal der Ruhr, sondern verteilt sich über rund 20 Kilometer entlang des Flusslaufs und zieht sich die umliegenden Höhenzüge hinauf. Wer hier bauen will, hat es selten mit einem homogenen Baugrund zu tun. Die geologische Karte zeigt devonische Massenkalke, die direkt neben tonig-schluffigen Verwitterungsböden anstehen können. Eine Schürfgrube ist dann oft die wirtschaftlichste Methode, um die tatsächliche Abfolge von Auffüllungen, Hanglehm und Felszersatz aufzuschließen, bevor teure Bohrgeräte anrücken. Vom historischen Stadtkern in Alt-Arnsberg bis zu den Neubaugebieten in Neheim und Hüsten reicht die Spanne der Untergrundverhältnisse, und genau deshalb lohnt sich der genaue Blick in die Grube.
Im offenen Aufschluss der Schürfgrube sehen wir, was der Baugrund in Arnsberg tatsächlich hergibt – kein Modell, sondern das reale Profil mit allen Unregelmäßigkeiten.
