Wenn der Dynapac-Walzenzug über die letzte frisch eingebaute Asphaltschicht fährt und der Glattmantel das Material auf 98 Prozent Marshallverdichtung drückt, zeigt sich, ob die Fahrbahnbemessung gepasst hat. Wir sehen täglich, wie Kernbohrkrone und Plattendruckgerät zum Einsatz kommen, um in Arnsberg die Tragfähigkeit flexibler Verkehrsflächen zu verifizieren. In unseren bodenmechanischen Laboren im Sauerland läuft parallel die Sieblinie nach DIN EN 933-1, denn das Größtkorn der Tragschicht beeinflusst den gesamten Schichtaufbau. Die Bemessung flexibler Fahrbahnen beginnt für uns nicht am PC, sondern mit dem ersten CBR-Versuch und der Frage, wie die devonischen Schiefertone unter der geplanten Trasse auf Frost-Tau-Wechsel reagieren. Wir erstellen den Aufbau nach den Belastungsklassen der RStO 12, ergänzt um lokale Erfahrung aus dem hügeligen Terrain zwischen Ruhr und Lenne.
Die Froströhre im Oberbau ist in Arnsberg keine akademische Größe – bei verwitterten Tonschiefern mit F3-Klassifikation entscheidet sie über die Lebensdauer der Asphaltdecke.
