Die DIN 18123 regelt hier den Korngrößenbereich, und in Arnsberg ist das kein Papierwert. Wir sehen regelmäßig stark variierende Kornverteilungen zwischen dem Ruhrtal und den Höhenlagen des Sauerlands – mal rolliger Schotter aus pleistozänen Terrassen, mal feinkörniger Hanglehm. Bevor hier ein Bagger anrollt, klären wir mit der kombinierten Korngrößenanalyse, wie viel Feinanteil wirklich im Boden steckt. Das ist keine akademische Übung – es bestimmt direkt die Verdichtbarkeit, die Frostempfindlichkeit nach ZTV E-StB und letztlich den Ausschreibungsaufwand. Arnsberg mit seinen rund 74.000 Einwohnern wächst entlang der Ruhr und in die Seitentäler, und jeder neue Bauabschnitt bringt andere geologische Randbedingungen mit. Für die Tragfähigkeitsbewertung in solchen Übergangszonen setzen wir parallel oft den Plattendruckversuch ein, weil die Kornkurve allein das Verformungsverhalten unter Last nicht vollständig abbildet. Unser Labor arbeitet nach DIN EN ISO 17892-4 und liefert die Auswertung inklusive Ungleichförmigkeitszahl Cu und Krümmungszahl Cc – Werte, die der Tragschichtplaner braucht.
Die Ungleichförmigkeitszahl Cu unter 3 oder über 15 – beides haben wir in Arnsberg an einem Tag, wenn die Probe aus dem Ruhrtalkies und dem Verwitterungslehm stammt.
