Arnsberg liegt auf 200 Metern Höhe und ist geprägt von der Ruhr, die sich tief in das Mittelgebirge eingegraben hat. Die Stadt erstreckt sich über enge Täler und Hanglagen, was die Planung von Verkehrsflächen zu einer geotechnischen Herausforderung macht. Die Bemessung starrer Fahrbahnen erfordert hier präzise Kenntnisse über die lokalen Bodenschichten – oft verwitterter Tonschiefer oder bindige Hangschuttdecken. Ohne eine standortgerechte Dimensionierung treten frühzeitig Risse und Setzungen auf. Das Team greift auf Daten aus dem SPT-Bohrung-Verfahren zurück, um die Tragfähigkeit des Untergrunds in Arnsberg verlässlich zu bewerten. So entsteht eine Fahrbahnplatte, die den tonnenschweren Belastungen durch Industriefahrzeuge standhält.
Die Plattendicke starrer Fahrbahnen in Arnsberg orientiert sich an der tatsächlichen Tragfähigkeit des anstehenden Tonschiefers – nicht an Tabellenwerten aus dem Flachland.
