Wenn der Totalstation-Tachymeter die ersten Geländepunkte aufnimmt, beginnt die eigentliche Arbeit der Stützwandbemessung in Arnsberg. Die steilen Hänge entlang der Ruhr und die oft nur fingerdicken Verwitterungsdecken über dem Tonstein verlangen ein genaues Aufmaß. In unserer Erfahrung zählt hier jeder Zentimeter. Das Vermessungsteam arbeitet mit reflektorloser Distanzmessung, weil die Böschungskanten oft schwer zugänglich sind. Bevor der erste Bagger rollt, kombinieren wir das digitale Geländemodell mit den Ergebnissen aus dem Schürfgruben-Aufschluss. So entsteht ein belastbares Bild der Baugrundsituation. Die Stützwandbemessung muss hier nicht nur den Erddruck aufnehmen, sondern auch das Hangwasser ableiten. Das ist die Besonderheit im Sauerland.
Eine Stützwand in Arnsberg steht selten auf homogenem Baugrund. Die Wechsellagerung von Tonstein und Sandstein verlangt ein abgestuftes Sicherheitskonzept.
