Der Baugrund im Arnsberger Stadtgebiet stellt Planer immer wieder vor Herausforderungen. Die Talauen der Ruhr und der Möhne bestehen aus jungen, wenig tragfähigen Auelehmen und locker gelagerten Sanden, während die Hanglagen von verwitterten Schiefertonen des Oberkarbons geprägt sind. Für Bauwerke, die Setzungen im Millimeterbereich erfordern, reichen konventionelle Flachgründungen in diesen Zonen oft nicht aus. Die Bemessung von Schottersäulen bietet hier einen wirtschaftlichen Weg, den Boden gezielt zu verbessern. Wir kombinieren die Auslegung nach Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) mit Erkenntnissen aus lokalen CPT-Versuchen und Bohrsondierungen entlang der Ruhrterrassen, um das Tragverhalten präzise vorherzusagen.
In den Arnsberger Auelehmen erreichen wir mit Schottersäulen eine Tragfähigkeitssteigerung um das Drei- bis Vierfache gegenüber dem unbehandelten Boden.
