In Arnsberg begegnen wir im Straßenbau regelmäßig einer besonderen Herausforderung: Die geologischen Übergänge zwischen den devonischen Schiefern des Sauerlands und den quartären Talfüllungen der Ruhr sind oft auf wenigen Metern drastisch. Ein CBR-Wert, der im einen Abschnitt bei 15 % liegt, kann zwanzig Meter weiter unter 4 % fallen. Die CBR-Studie für Straßenentwurf liefert hier die entscheidende Kenngröße für den Oberbau – sie bestimmt, ob die geplante Tragschichtdicke ausreicht oder ob ein Bodenaustausch erforderlich wird. Anders als eine reine Korngrößenanalyse, die nur die Kornverteilung beschreibt, bildet der CBR-Versuch das tatsächliche Last-Verformungsverhalten des Untergrunds bei dynamischer Verdichtung ab. Unser Prüflabor führt die Studie nach DIN EN 13286-47 durch und berücksichtigt dabei die spezifischen Verwitterungsgrade der Arnsberger Schieferböden.
Der CBR-Wert ist kein Bodenkennwert, sondern ein Systemkennwert: Er hängt ebenso stark von Verdichtungsgrad und Wassergehalt ab wie von der Kornstruktur selbst.
