GEOTECHNIK
ARNSBERG
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CPT (Drucksondierung) für belastbare Baugrunddaten in Arnsberg

Fachkundig. Gründlich. Effizient.

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Die DIN EN 1997-2 in Verbindung mit DIN 4020 verlangt für nahezu jedes Bauvorhaben direkte Aufschlüsse des Untergrunds – und in der Topografie von Arnsberg mit seinen Karbonatgesteinen, Karsthohlräumen und den schwankenden Mächtigkeiten der quartären Talfüllungen reichen punktuelle Probenentnahmen oft nicht aus. Genau hier setzt die Drucksondierung an: Mit einem konstanten Vortrieb von 2 cm/s zeichnet der CPT lückenlos den Spitzendruck und die lokale Mantelreibung auf und macht selbst weiche Einschaltungen im verwitterten Massenkalk oder organische Lagen in der Ruhraue sichtbar, die einer Rammsondierung entgehen würden. In Arnsberg kombinieren wir das Verfahren regelmäßig mit der SPT-Bohrung, wenn zusätzliche Proben für bodenmechanische Klassifikationen nach DIN 18196 erforderlich sind. Vom Gewerbegebiet Hüsten bis zu den Hanglagen in Neheim: Wir kommen mit einem Raupenfahrzeug und messen in einem Raster, das zur geplanten Bauwerkslast passt.

Ein CPT-Profil mit Spitzendruck, Mantelreibung und Porendruck ersetzt in homogenen Lockergesteinen drei bis fünf schwere Rammsondierungen – bei höherer Auflösung und ohne Probenverlust.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Im Ruhrtal südlich von Arnsberg sehen wir häufig, dass die Auenlehme auf geringmächtigen Kiessandhorizonten auflagern, deren Tragfähigkeit stark von der Lagerungsdichte abhängt – ein Parameter, den die Drucksondierung über das Reibungsverhältnis direkt ableitet. Anders als bei Aufschlussbohrungen entfällt beim CPT der Sondengestängewechsel, sodass wir an einem Vormittag problemlos 80 bis 120 Höhenmeter abteufen und dabei die Steifigkeitskontraste aufzeichnen, die bei späteren Setzungsberechnungen nach dem Verfahren von Schmertmann benötigt werden. Für Baugruben in den verwitterungsanfälligen Honseler Schichten des oberen Mitteldevons empfehlen wir vorgängig eine Schürfgrube, um die Klüftigkeit im Aufschluss zu bewerten, während der CPT dann die Tiefenlage der Felsverwitterungsfront exakt kartiert. Bei Verdacht auf Lösungsrückstände im Kalkstein liefert die Porenwasserdruckmessung mit dem Piezocone wertvolle Hinweise auf wasserführende Risse, die eine In-situ-Durchlässigkeit rechtfertigen.
CPT (Drucksondierung) für belastbare Baugrunddaten in Arnsberg
Technische Referenz — Arnsberg

Örtliche Baugrundfaktoren

Die geotechnischen Risiken variieren in Arnsberg schon auf kurzer Distanz erheblich: Während im Bereich Neheim die hochliegenden Kiesterrassen der Ruhr meist gute Gründungsbedingungen bieten, treten in Alt-Arnsberg unter geringmächtigen Verwitterungsdecken oft verkarstete Riffkalke zutage, deren Spalten und Dolinen nur mit einem engmaschigen Sondiernetz sicher abzugrenzen sind. Ein allein auf Rammsondierungen gestützter Baugrundbericht führt hier schnell zu Fehleinschätzungen, weil die Energieaufnahme der Gestänge die geringe Mantelreibung in tonigen Füllungen von Karsthohlräumen verschleiert – der CPT hingegen zeichnet den plötzlichen Abfall des Spitzendrucks beim Durchörtern eines Hohlraums sofort auf. In der Ruhraue wiederum kann der jahreszeitlich schwankende Grundwasserstand die Porenwasserdruckmessung beeinflussen; wir korrigieren die Spitzenwiderstände deshalb nach dem Verfahren von Lunne et al., sodass die abgeleiteten undränierten Scherfestigkeiten für die Standsicherheit von Böschungen verlässlich bleiben. Das Ignorieren solcher lokaler Effekte ist die häufigste Ursache für Nachtragsforderungen beim Aushub.

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Referenznormen

DIN EN ISO 22476-1:2013 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Felduntersuchungen – Teil 1: Drucksondierungen mit elektrischen Messwertaufnehmern und Messeinrichtungen für den Porenwasserdruck, DIN 4094-1 – Baugrund – Felduntersuchungen – Teil 1: Drucksondierungen, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, in Verbindung mit DIN 4020

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Spitzendruck qc0–50 MPa (je nach Bodentyp und Tiefe)
Mantelreibung fs0–500 kPa (ermöglicht Reibungsverhältnis Rf)
Porendruck u2 (Piezocone)-100 bis +2000 kPa (abhängig vom GW-Stand)
Vortriebsgeschwindigkeit20 mm/s ± 5 mm/s nach DIN EN ISO 22476-1
Maximale Tiefe (Lockergestein)25–30 m (Raupenfahrzeug, 20 t Gesamtgewicht)
Messintervall10 mm (kontinuierliche elektronische Aufzeichnung)
NormgrundlageDIN EN ISO 22476-1:2013 + DIN 4094-1

Fragen und Antworten

Was kostet eine Drucksondierung in Arnsberg pro laufendem Meter?

Für eine Standard-Drucksondierung mit elektrischem Cone in Lockergesteinen bis etwa 20 Meter Tiefe bewegen sich die Kosten in Arnsberg üblicherweise zwischen €140 und €260 pro Einsatz, abhängig vom Zugang, der erforderlichen Tiefe und ob eine Porenwasserdruckmessung (CPTu) integriert wird. Bei mehreren Sondierpunkten am selben Tag reduzieren sich die Mobilisierungskosten pro Punkt spürbar.

Reicht ein CPT für die Gründungsbeurteilung eines Einfamilienhauses in Arnsberg?

In den quartären Lockergesteinen der Ruhrtalaue liefert ein CPT zusammen mit einer orientierenden Schürfgrube oft alle benötigten Kennwerte für die Bemessung einer elastisch gebetteten Bodenplatte nach DIN 1054. In den Hanglagen mit oberflächennahem Festgestein aus devonischen Schiefern oder Massenkalk ersetzen wir einzelne CPT durch Kernbohrungen, um die Verwitterungszone und die Klüftung zu charakterisieren. Die Kombination beider Verfahren gibt Ihnen die notwendige Sicherheit zur Wahl des Gründungstyps.

Kann der CPT Karsthohlräume im Arnsberger Massenkalk erkennen?

Ja, die kontinuierliche Spitzendruckaufzeichnung macht das Durchörtern eines luft- oder lehmerfüllten Hohlraums sofort sichtbar – der Widerstand fällt schlagartig ab. Weil solche Strukturen im Riffkalk von Alt-Arnsberg unregelmäßig verteilt sind, empfehlen wir ein Sondierraster von maximal 10 Metern Abstand, um Dolinen oder Spalten nicht zu übersehen. Eine ergänzende geophysikalische Methode wie die seismische Refraktion kann die Lage von Großhohlräumen zusätzlich eingrenzen.

Wie lange dauert die Auswertung und Berichtserstellung nach dem CPT?

Die Rohdaten liegen noch am selben Tag vor. Den vollständigen geotechnischen Bericht mit Interpretation nach DIN EN ISO 22476-1, abgeleiteten Bodenprofilen, Reibungsverhältnissen und Bemessungskennwerten für die Gründung erhalten Sie innerhalb von drei bis fünf Werktagen – bei dringenden Bauabläufen auch innerhalb von 48 Stunden.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Arnsberg und Umgebung.

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