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ARNSBERG
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SPT (Standard Penetration Test) in Arnsberg: Baugrunderkundung im Sauerland

Fachkundig. Gründlich. Effizient.

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Die Baugrundverhältnisse in Arnsberg sind geprägt von den devonischen Ton- und Schluffsteinen des rechtsrheinischen Schiefergebirges. Verwitterungszonen von mehreren Metern Tiefe, Hangschutt und kleinräumig wechselnde Bodenklassen sind hier die Regel, nicht die Ausnahme. Der SPT (Standard Penetration Test) liefert in diesem heterogenen Untergrund belastbare Kennwerte für die Gründungsplanung. Die Schlagzahlen aus dem Sondiergestänge geben Aufschluss über die Lagerungsdichte der Verwitterungsdecken und die Konsistenz bindiger Zwischenlagen, bevor der Fels erreicht wird. Für Bauvorhaben an den Hängen zur Ruhr oder im Bereich der alten Stadtkerne ist diese Tiefenstaffelung entscheidend, um Setzungsunterschiede sicher zu prognostizieren.

Die Aussagekraft der Schlagzahl steigt mit der geologischen Erfahrung: Verwitterungsprofile im Schiefergebirge verlangen eine Interpretation, die Laboranalyse und Rammwiderstand verknüpft.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Arnsberg liegt auf Höhen zwischen 170 und 380 Metern über NHN, mit teils steilen Hangneigungen von über 20 Grad im Stadtgebiet. Diese Topografie erzeugt spezifische Anforderungen an die Erkundungstiefe. Die SPT-Sondierung wird hier routinemäßig bis in Tiefen von 8 bis 15 Metern abgeteuft, um die Gründungssohle unterhalb der Rutschhorizonte zu erreichen. In Kombination mit der Korngrößenanalyse lassen sich die bindigen und rolligen Anteile der Verwitterungslehme exakt klassifizieren. Bei Gründungen auf den Hochflächen, wo Lösslehme über dem Festgestein liegen, ergänzen wir die Ergebnisse mit dem Plattendruckversuch zur direkten Bestimmung des Verformungsmoduls auf der Aushubsohle. Die Norm DIN EN ISO 22476-3 definiert das Verfahren und die Schlagzahlen N10, N30 und N60, die unser Bohrteam unter der Aufsicht eines erfahrenen Geotechnikers aufzeichnet.
SPT (Standard Penetration Test) in Arnsberg: Baugrunderkundung im Sauerland
Technische Referenz — Arnsberg

Örtliche Baugrundfaktoren

Das Bohrgerät für den SPT in Arnsberg muss kompakt und geländegängig sein – oft kommt ein Raupengerät mit geringer Bodenpressung zum Einsatz, das die steilen Zufahrten zu den Hanggrundstücken bewältigt. Das Rammgestänge mit einem 63,5 kg schweren Fallgewicht wird in die wechselhaften Schichten eingetrieben. Das größte Risiko bei der Erkundung liegt in der Fehlinterpretation von Steinbehinderungen: Ein einzelner Schieferbruch im Bohrgut kann den Rammwiderstand sprunghaft erhöhen und eine Felspartie vortäuschen, wo tatsächlich nur eine Steinlinse vorliegt. Ohne eine sorgfältige Baugrubenüberwachung in der nachfolgenden Ausführungsphase können solche Fehleinschätzungen zu riskanten Nachgründungen führen. Unser Team dokumentiert jede Auffälligkeit im Schichtenverzeichnis und gleicht sie mit dem regionalen geologischen Modell ab.

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Referenznormen

DIN EN ISO 22476-3, Eurocode 7 (EN 1997-2:2010), DIN 4020 (Geotechnische Untersuchungen), DIN 1054 (Baugrund – Sicherheitsnachweise)

Typische Werte

ParameterTypischer Wert
NormbezugDIN EN ISO 22476-3:2012
Rammgewicht63,5 kg
Fallhöhe760 mm
GestängedurchmesserAW, BW oder NW
Schlagintervalle3 x 150 mm (N10, N20, N30)
Typische Endtiefe Sauerland8 – 15 m u. GOK
ProbenentnahmeStandard-Spaltlöffel (Ø 35–51 mm)

Fragen und Antworten

Was kostet eine SPT-Sondierung in Arnsberg?

Für eine Standardbohrung mit SPT und Laborversuchen liegen die Kosten je nach Bohrtiefe und Zugänglichkeit des Geländes zwischen €480 und €650. Hanglagen mit erschwerter Zufahrt liegen aufgrund des höheren Geräteaufwands am oberen Ende dieser Spanne.

Bis zu welcher Tiefe wird der SPT in den Arnsberger Schieferböden durchgeführt?

Die Endtiefe richtet sich nach der Gründungsart und der Tiefe der Felsoberkante. In den Verwitterungsprofilen des Sauerlands bohren wir meist bis 8 m, bei Pfahlgründungen oder tiefen Baugruben bis 15 m unter Geländeoberkante.

Wann ist der SPT aussagekräftiger als eine Rammsondierung?

Der SPT liefert zusätzlich Bodenproben aus jeder Sondierlage. Das ist in Arnsberg entscheidend, weil die Übergangszonen zwischen Verwitterungslehm und Felszersatz nur mit einer Materialansprache korrekt interpretiert werden können. Die reine Spitzenwiderstandsmessung der Rammsonde würde hier zu Fehlklassifikationen führen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Arnsberg und Umgebung.

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